Jahresrückblick 2025 – Wachstum in vielen kleinen Momenten
Ein weiteres Jahr liegt hinter mir – und während ich diese Zeilen für meinen dritten Jahresrückblick im Rahmen von Judiths Challenge schreibe, wird mir einmal mehr bewusst, wie wertvoll es ist, bewusst innezuhalten und zurückzublicken. 2025 war kein Jahr, das laut nach Aufmerksamkeit gerufen hat. Es war vielmehr eines dieser Jahre, die sich leise entfalten, mitten im Alltag stattfinden und deren Bedeutung man oft erst erkennt, wenn man sich die Zeit nimmt, auf all die einzelnen Momente zurückzublicken.
Beim Schreiben dieses Jahresrückblicks wurde mir klar, wie viel 2025 tatsächlich in sich getragen hat: ein Garten, der weitergewachsen ist, Bienen, die mir sowohl große Freude als auch schmerzhafte Erfahrungen beschert haben, und viele persönliche Entscheidungen, die Mut gebraucht haben. Rückblickend war es vor allem ein Jahr des Dranbleibens – nicht immer leicht oder erfolgreich, aber ehrlich. Ich habe gelernt, dass Wachstum oft leise passiert, in Geduld, Vertrauen und im Weitermachen trotz Zweifeln. Genau diese Mischung aus Stolz und Nachdenklichkeit macht dieses Jahr für mich so besonders.
Dieser Rückblick ist deshalb sehr persönlich. Er erzählt von dem, was mich geprägt hat – und von dem, was mir gleichzeitig Lust auf alles macht, was noch vor mir liegt.
Meine Themen und Highlights in 2025
Garten
Wie auch im letzten Jahr bekommt unser Garten hier im Jahresrückblick wieder einen eigenen Bereich. Und ehrlich gesagt weiß ich gerade gar nicht so richtig, wo ich anfangen soll – also versuche ich es einfach mal chronologisch 😉
Der Januar brachte direkt schon einige Neuigkeiten mit sich. Zum einen bin ich auf den Quadrat-Garten-Club von Tanja aufmerksam geworden und Mitglied geworden. Ich hatte euch ja im letzten Jahresrückblick schon erzählt, dass ich inzwischen in allen Beeten im Quadrat gärtnere – und da ist es einfach mega schön, mit Tanja und den Anderen im Austausch zu sein, so viel Gartenwissen mitzunehmen und sich gegenseitig zu motivieren 🥰
Anfang Februar verschwand dann wieder ein kleines Stück unserer Wiese 🫣 Wir wollten noch ein paar mehr Beerensträucher pflanzen – und na ja… irgendwas muss ja weichen 🤭 Wie genau sich unser Nutzgarten im Laufe des Jahres verändert hat, haben wir dieses Jahr übrigens mit monatlichen Drohnenbildern dokumentiert. Spoiler: Da sollte noch einiges kommen. Außerdem durften wir uns im Februar über ganze 12 cm Schnee freuen, die sogar eine Weile liegen geblieben sind ☃️
Im Mai haben wir es dann endlich geschafft, unseren Mini-Teich zu gestalten. Etwas, das wir uns schon lange für unseren Garten gewünscht haben – und ganz nebenbei entsteht so ein neuer Lebensraum, der die Biodiversität im Garten erhöht 🥰 In Sachen „Wiese“ verschwand übrigens noch ein weiteres Stück: Wir haben einen Kirschbaum gepflanzt 🍒 Und es zog ein neuer Bienenschwarm ein – unsere Karaka 🐝
Ach ja… die Wiese. Wer braucht die schon? 😬 Im Juni verschwand ein weiterer Teil davon und ich habe mir ein Inselbeet angelegt – mit einer Mirabelle und vielen bunt blühenden Blumen. Ich liebe diese kleine Insel sehr und freue mich jedes Mal, wenn es dort summt und brummt.
Im Quadrat-Garten-Club habe ich in diesem Jahr nicht nur unglaublich viel Gartenwissen gesammelt, sondern auch die Erden von Sonnenerde kennen- und lieben gelernt. Gerade für mein Quadratgärtnern und unseren naturnahen Garten haben sie für mich einen echten Unterschied gemacht – sowohl in der Struktur als auch in der Nährstoffversorgung.
Da ich euch diese Produkte gern weiterempfehlen möchte, habe ich mich auf die Suche nach einem passenden Händler gemacht und bin bei Bloomling* fündig geworden. Dort kaufe ich seit dem Sommer regelmäßig nicht nur die Erden von Sonnenerde, sondern auch Saatgut, Anzuchttöpfe von elho sowie hochwertige Gartenwerkzeuge von Krumpholz. Bloomling bietet eine große Auswahl rund um Garten, Balkon und Selbstversorgung. Wenn du dort auch einmal bestellen möchtest, kannst du mit dem Code AWIN25 als Neukund:in 10 % Rabatt bekommen – und unterstützt ganz nebenbei meine Arbeit hier auf dem Blog 💚
Im Oktober habe ich dann gemeinsam mit dem Zwergenkind knapp 200 Blumenzwiebeln in unserem Blühstreifen „versteckt“. Lieben Dank an unsere Nachbarin für diese tolle Idee 🫶🏻 So sieht der Streifen hoffentlich schon früh im Jahr bunt und blühend aus – und bietet unseren tierischen Gartenbewohnern zeitiger Nahrung.
Im November habe ich schließlich noch meine neue Gewächshausheizung verlegt. Die Lösung mit den Kerzen in den vergangenen Jahren hat leider nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Nun hoffe ich sehr, dass eine Art „Fußbodenheizung“ im Gewächshaus besser funktioniert.
Natürlich gab es auch in diesem Gartenjahr Rückschläge… Zum Beispiel bei den Bienen – dazu gleich mehr – oder auch bei unseren Bäumen. Einer unserer Apfelbäume hat uns zwar in diesem Jahr mit zwei Äpfeln beschenkt, leidet nun aber leider an Obstbaumkrebs. Und zwar so stark, dass er nicht mehr zu retten ist 😢 Außerdem war ich mit den meisten Ernten in diesem Jahr nicht wirklich zufrieden.


‚Princess Victoria Louise‘

Mein Inselbeet entsteht



Kleine Pause zwischendurch

Das Kompostsieb meiner Oma
im Einsatz

Blumenzwiebeln für den Frühling

Bienen
Eigentlich wollte ich hier auf dem Blog ja regelmäßig über meine Bienen berichten … tja, das hat nur so semigut geklappt 🙈 Deswegen gibt es jetzt an dieser Stelle eine kleine Zusammenfassung. Über meinen Imkerkurs bei den Stadtbienen und den Start mit dem Schwarm vom 20. Mai könnt ihr hier auf dem Blog bereits nachlesen.
Der letzte Stand war, dass ich zur Erkenntnis gekommen bin, dass ich nur Mini-Kontrollen durchs Fenster machen kann. Das war für mich soweit auch okay.
Was ich dabei sehen konnte, stimmte mich zunächst sehr positiv: Die Bienen haben fleißig gebaut, es herrschte reger Flugverkehr, es gab Anzeichen von Brut und soweit ich das beurteilen konnte, war alles gut. Es war einfach so schön, am Flugloch zu sitzen und ihnen beim Kommen und Gehen zuzusehen – dick bepackt mit Pollenhöschen – oder ihnen zufällig irgendwo im Garten zu begegnen 🥰
Leider brachte dann meine Varroakontrolle im Juli die Ernüchterung: Es musste dringend gehandelt werden. Ich begann also mit einer Behandlung, da natürliche Methoden aufgrund der schwierigen Startbedingungen leider keine Option waren. Und dann begann das Dilemma … Eigentlich hätte eine zweite Behandlung folgen müssen, zeitlich passte das aber überhaupt nicht, da wir im Urlaub waren. Als wir zurückkamen, war es für eine weitere Behandlung eigentlich schon zu spät – Zufüttern hatte nun Priorität.
Die Bienen fanden jedoch (was grundsätzlich ja gut ist) noch reichlich Nahrung an unserem Efeu und nahmen mein Futter zunächst nicht an. Nach Rücksprache mit einem befreundeten Imker entschied ich mich dann doch für eine späte zweite Behandlung und versuchte anschließend erneut, mit Futterteig direkt zuzufüttern. Das nahmen die Bienen auch gut an und ich hegte eine ganz kleine Mini-Hoffnung, dass sie es vielleicht doch schaffen könnten.
Leider bekam ich die Varroamilbe nicht in den Griff. Als schließlich keinerlei Lebenszeichen mehr zu erkennen waren, habe ich das beim Imkerkurs-Termin am 6. Dezember angesprochen. Zufälligerweise fand dieser Termin bei uns statt, sodass wir direkt vor Ort nachsehen konnten – und leider Gewissheit hatten: alle Bienen tot 😢
Andrej, unser Kursleiter, riet dazu, zu retten was noch zu retten ist. Also haben wir alle Waben entnommen und konnten zumindest noch 5,7 kg Honig 🍯 sowie ein wenig Wachs für Kerzen 🕯️ sichern.
Aber aufgeben ist keine Option. Aller guten Dinge sind drei – und so werde ich mich im neuen Jahr um einen neuen Schwarm bemühen. Dieses Mal wollen wir die Box noch einmal optimieren, andere Füße anbauen, damit sie besser ausgerichtet ist, und ich werde andere Rähmchen nutzen. Ich bin der festen Überzeugung, dass das gut werden wird 💪🏻

Fleißiger Wabenbau


Gerettet, was blieb – Imkersdank
Ebeltoft | Dänemark
Im Sommer 2024 waren wir auf Bornholm, in diesem Jahr durfte ich meiner Familie ganz viele Orte rund um Ebeltoft zeigen – Orte, die für mich mit ebenso vielen Kindheitserinnerungen verbunden sind wie Bornholm. Wie schon im letzten Jahr möchte ich auch hier fünf Highlights mit euch teilen:
- Den Gamle By: Ein Freilichtmuseum in Aarhus, das ich als Kind immer besuchen wollte – aber irgendwie hat es damals nie geklappt, jedenfalls soweit ich mich erinnere. Umso schöner war es, nun endlich dort zu sein. Im Prinzip ist es eine Stadt in der Stadt: aufgebaut wie eine mittelalterliche Stadt, mitten in Aarhus. Besonders verliebt habe ich mich in den Bereich mit der Gärtnerei und dem Apothekergarten aus der Zeit um 1750 🌿
- Fregatte Jylland: Die letzte aus Eichenholz gebaute Fregatte der dänischen Marine, heute Museum im Trockendock in Ebeltoft. Schon als Kind fand ich sie beeindruckend, spannend – und manchmal auch ein kleines bisschen gruselig. Ich glaube, es war inzwischen mein dritter Besuch und trotzdem habe ich wieder Neues entdeckt. Besonders schön: die Schatzsuche für Kinder, die den Besuch nun auch für uns als Familie zu einem echten Highlight gemacht hat ⚓️
- Mols Bjerge: 2013 waren wir mit Freunden in Ebeltoft und sind ein Abend spontan zum Sonnenuntergang in den Nationalpark gefahren. Dieses Erlebnis hat sich so tief eingebrannt, dass ich die romantische Vorstellung hatte, dort einmal mit meiner eigenen Familie ein AbendbrotPicknick zu machen. Gesagt, getan. Die genaue Stelle haben wir zwar nicht sofort gefunden, aber wir hatten ein wunderschönes, in Erinnerung bleibendes Abendbrot – und auf dem Rückweg haben wir dann sogar noch den „richtigen“ Platz gefunden 🌅
- Kattegat Center: Ich bin mit Aquarien groß geworden und habe lange selbst Eines gehabt – kein Wunder also, dass ich es liebe, Fischen beim Schwimmen zuzusehen. Zu Ebeltoft gehört für mich deshalb immer auch ein Besuch im Kattegat Center in Grenå. Dort wird viel Wissen über das Kattegat vermittelt, es gibt eine tolle Schnitzeljagd für Kinder und man kann einige Tiere sogar anfassen – und feststellen, wie rau sich zum Beispiel Rochen anfühlen 🐠
- LEGOLAND Billund: Für meine Schwester und mich früher das Highlight jedes Dänemark-Urlaubs – und auch dieses Mal durfte es nicht fehlen. Da wir eine absolut LEGO®-verrückte Familie sind, war klar: Das wird unser Abschluss-Highlight. Das LEGOLAND ist in den letzten 20 Jahren enorm gewachsen, viele neue Themenwelten haben wir bewusst links liegen lassen, denn das Ursprüngliche ist einfach sooo viel schöner – und vor allem noch genauso wie früher. Mein persönliches erstes Mal war übrigens die Übernachtung im LEGOLAND Hotel … ich habe mich gefühlt wie ein kleines Kind 🙃


Apothekergarten im Freilichtmuseum Den Gamle By in Aarhus

Brotschneidemaschine




Fish & Chips im Hafen von Ebeltoft

Lieblingsbecher im Urlaub #tassenliebe

Baustelle des Fehmarnbelttunnels
im Miniaturformat #LEGO
Weitere schöne und besondere Momente in 2025

nach 4 Jahren Pause


KI-Spielerei

Lieblingsfoto für ein Rezept

Classic Open Air
spontan dabei, toller Abend

mit Lieblingsmenschen


Rüsselhündchen im Zoo Leipzig

HYLA Einschulung im Oktober

Das erste Mama


Morgendlicher Nebel
Mein 2025-Fazit
Worauf bin ich 2025 stolz?
Bei dieser Frage kam mir sofort der Mammutmarsch in Leipzig in den Sinn. Vor zwei Jahren bin ich meinen ersten Mammutmarsch gelaufen – und seitdem war da immer dieses kleine MammutmarschVirus in mir 🦣 👣 #einmalmammutimmermammut
Im Mai 2024 entstand dann bei einem Playdate plötzlich dieser verrückte Plan: drei Frauen, 30 Kilometer, März 2025. Training? Nun ja … sagen wir, es war überschaubar. Aber immerhin war ich regelmäßig im Fitnessstudio und damit deutlich besser vorbereitet als beim letzten Mal 💪
Los ging’s voller Energie. Doch dann … brach mir unterwegs ein Zahn (kein Scherz! 😵💫), die Beine wurden immer schwerer und am dritten Verpflegungspunkt dachte ich ernsthaft: Wenn ich mich jetzt setze, stehe ich nicht mehr auf. Aber ein Kaffee später ging es weiter – aufgeben war einfach keine Option.

Kurz vor dem Ziel warteten dann noch diese fiesen Brücken … wer hatte sich das eigentlich ausgedacht?! 😱 Und dann: Ziel. Geschafft. 30 Kilometer in den Beinen, völlig müde – aber einfach nur stolz und glücklich 🏅✨
Ein riesiges Dankeschön geht auch an meinen Mann, der die ganze Zeit an mich geglaubt hat und hinterher sogar meinte, dass er es richtig gut findet, dass ich das mache, weil ich etwas für mich tue 🥰
Wer mehr darüber lesen möchte, findet einen ausführlichen Blogbeitrag zu meinem Mammutmarsch-Erlebnis hier auf dem Blog.
Was waren die besten Entscheidungen, die ich 2025 getroffen habe?
An dieser Stelle möchte ich zwei Entscheidungen nennen. Klar, jeden Tag treffen wir unzählige kleine und große Entscheidungen – aber zwei davon sind mir in diesem Jahr ganz besonders in Erinnerung geblieben.
- Meine Patenschaft für einen WalnussBaum
In diesem Jahr durfte ich bei meiner Arbeit ein spannendes neues Projekt auf dem Bio Apfelhof Müller von Anfang an mit begleiten: Wir bieten seit diesem Jahr Baumpatenschaften an. Man kann sich dabei zwischen einem Apfelbaum oder einer Walnuss entscheiden 🍎 🌰
Die WalnussWiese ist ein absolutes Herzensprojekt der beiden Apfelbäuerinnen, meinen Chefinnen, denn hier geht es vor allem um Biodiversität – um Vielfalt für die Zukunft.
Bis die ersten Walnüsse geerntet werden können, werden noch einige Jahre vergehen – und genau das macht diese Entscheidung für mich so wertvoll. Es ist ein bewusstes Ja zu etwas Langfristigem. Zu Wachstum, das Zeit braucht. Und zu der Freude, von Anfang an dabei zu sein und zu sehen, wie etwas Neues entsteht. - Zurück zu Anja und den Rochenkindern
Diese Entscheidung betrifft mich nicht direkt allein, und doch zeigt sie mir Woche für Woche, dass sie genau richtig war. Wir hatten den Kurs zunächst unterbrochen, weil wir dachten, wir würden es schon schaffen, regelmäßig selbst in die Schwimmhalle zu gehen. Der Plan war gut – aber ohne einen festen Termin im Kalender hat das leider nicht funktioniert.
Im Sommer kam dann der Wunsch vom Zwergenkind, wieder zu Anja in den Kurs zu gehen. Also haben wir uns erneut auf einen Platz beworben und waren überglücklich, dass es geklappt hat. Seit September sind wir wieder dabei. Das Zwergenkind hat so viel Freude im Wasser – und auch für mich als Mama ist es unglaublich wertvoll, diese bewusste, ungestörte Zeit miteinander zu haben und die kleinen und großen Fortschritte zu beobachten.
Was habe ich 2025 über mich selbst gelernt?
Ein kleines, aber für mich wichtiges Learning in diesem Jahr: Abreißkalender mit täglichen Aufgaben oder Bücher, in die man jeden Tag etwas eintragen soll, sind einfach nichts für mich. Ich finde solche Formate total schön und die Idee dahinter auch richtig gut – aber im Alltag funktioniert es für mich nicht.
Was dagegen wunderbar klappt, ist das einfache Abreißen und Lesen eines Impulses, ganz ohne Verpflichtung. Genau deshalb begleitet mich der Kalender von Lars Amend* auch durch das kommende Jahr.
Erste Male: Das habe ich 2025 zum ersten Mal erlebt/gemacht.
Schon als Kind bin ich mit meiner Oma durch verlassene Gutshäuser und leerstehende Höfe gestreift 🫣 – die Faszination für solche Orte begleitet mich bis heute. In diesem Jahr habe ich meinem Mann und mir daher zum Hochzeitstag etwas ganz Besonderes geschenkt: eine Lost Place Fototour durch das verlassene Porzellanwerk Annaburg.
Damit war es für mich das erste Mal, einen Lost Place ganz offiziell zu besuchen 😉 Es war spannend und unglaublich beeindruckend, diese stillen Räume voller Geschichte zu betreten. In manchen Hallen hing der Staub noch in der Luft, an anderen Stellen wirkte es fast so, als wären die Mitarbeitenden gerade erst aufgestanden und gegangen – mitten in der Arbeit, als würden sie jeden Moment zurückkehren. Und dann wieder Orte, an denen der Zahn der Zeit schon deutlich genagt hatte. Immer wieder stand ich da und wünschte mir, ich könnte kurz eine kleine Zeitreise machen und sehen, wie hier alles einmal in Betrieb war.




Wofür bin ich 2025 besonders dankbar?
Ich bin dankbar für…
- die Unterstützung und den Rückhalt meines Mannes. Dafür, dass er immer an meiner Seite ist, meine Macken und oft auch meine spontanen Ideen einfach hinnimmt, ohne mich zu fragen, ob ich eigentlich bekloppt bin – und es mit mir aushält, selbst an den Tagen, an denen ich mich selbst nur schwer ertragen kann.
- das Zwergenkind, das im vergangenen Jahr so unglaublich viel Neues gelernt hat, mich immer wieder überrascht und mir zeigt, wie wertvoll es ist, Situationen anzunehmen wie sie sind, statt nur das Schwierige zu sehen.
- unseren Garten, der sich jedes Jahr ein kleines bisschen verändert. Einen Ort, an dem ich immer wieder Neues lernen darf und der inzwischen einfach wunderschön geworden ist.
- das Kompostsieb meiner Oma. Viele haben mich belächelt, was ich mit diesem großen, alten Ding will – dabei hat es mir dieses Jahr die Arbeit so sehr erleichtert. Ich liebe es!
- zwei wunderschöne Urlaube in Skandinavien, voller Ruhe, gemeinsamer Zeit und kleiner Momente, die zu neuen Erinnerungen wurden
- mein Autochen, was den Alltag in so vielen Punkten flexibler gemacht hat
Was waren meine größten Herausforderungen in 2025?
📸 Zum 1.1. habe ich meinen Instagram-Account neu gestartet. Anfangs lief das auch ganz gut, doch immer wieder stellte sich die Frage, ob es wirklich richtig war, Küche und Garten in einem Account zusammenzuführen. Im September habe ich dann an einer Challenge teilgenommen und gemerkt, dass es noch einmal eine andere Richtung braucht. Durch eine insgesamt herausfordernde Zeit im September und Oktober blieb das Thema jedoch liegen. Umso mehr freue ich mich darauf, am 1.1. erneut zu starten – mit mehr Klarheit und einem besseren Gefühl.
🇸🇪 Meine beste Freundin ist nach vielen Jahren in Schweden zurück nach Deutschland gekommen. Eine Zeit lang stand ihr Haus zum Verkauf und wir haben – wie schon so oft – darüber nachgedacht, ob ein Leben dort für uns eine Option wäre. Aus den gleichen Gründen wie all die Male zuvor haben wir uns dagegen entschieden. Als das Haus dann plötzlich verkauft war, hat mich das dennoch sehr mitgenommen. Es fühlt sich an wie eine verlorene Chance.
🧐 Eine eher kleine und lustige Herausforderung, die mich aber das ganze Jahr begleitet hat: Das 3D-Kugellabyrinth* mit 70 Hindernissen Perplexus. Ein Spielzeug für Kinder ab 6 Jahren 😉 Kennengelernt habe ich es bei unseren ehemaligen Nachbarn – deren Kind das erstaunlich gut beherrschte. Ich selbst scheiterte an diesem Nachmittag kläglich und kaufte mir kurzerhand eine eigene Kugel. Seit März ist es mir genau ein einziges Mal gelungen, bis ins Ziel zu kommen. Was mich tröstet: Auch einige unserer Gäste sind daran gescheitert. Ich übe weiter.
Was ist 2025 richtig gut gelaufen?
Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich in diesem Jahr bei Edelschmaus durchgehend aktiv sein durfte und über alle Monate hinweg viele wunderbare Verkostungen geben konnte. Besonders stolz macht mich, dass mein Kundenkreis dabei um über 40 % gewachsen ist. Für mich ist das nicht nur ein schöner Erfolg, sondern vor allem ein klares Zeichen dafür, dass sich alles in die richtige Richtung entwickelt.
Mindestens genauso wertvoll wie diese Zahlen seid ihr – meine Kund:innen, Follower:innen und Leser:innen. Jeder Besuch an meinen Marktständen, jede gebuchte Verkostung, jede Bestellung, jede Nachricht, jedes Like und jeder Kommentar haben dieses Jahr zu etwas ganz Besonderem gemacht. Eure Begeisterung, euer Vertrauen und eure Treue motivieren mich jeden Tag aufs Neue. Danke, dass ihr da seid!
Mein 2025 in Zahlen
Stand: 31.12.2025
- Instagram-Follower: 163
- Besucherzahl Blog – weniger als im letzten Jahr, aber ich nutze jetzt ein anderes Analysetool: 2.166
- Veröffentlichten Blogartikel – inkl. diesem: 27
- Höhe deiner Domain Authority – leider ist das Ergebnis immer noch:
Oh no! Looks like we don’t have enough data for this site. - NewsletterAbonnenten: 68
- Gelaufene Kilometer: 1.990 km
- Gartenarbeit – die ich erfasst habe, bei kurzen Zeiten hab ichs manchmal vergessen: 146 Stunden und 17 Minuten
- Gehörte Hörbücher: 13
- Verbrauchtes Mehl: 68 kg
- Hay Day Level – suchte ich seit über 10 Jahren 🫣: 147
Mein Ausblick auf 2026
Was ich 2026 anders (besser) mache
- Dankbarkeit bewusster leben – kleine besondere Momente direkt im Daily meines Bullet Journals festhalten und zusätzlich besondere Momente in einem Glas sammeln, um den Jahresrückblick Ende 2026 leichter zu machen
- Fotos, offene Tabs und Mails direkt ausmisten, statt sie aufzuschieben und mitzuschleppen
- Abends öfter offline sein – das Handy bewusst weglegen und lieber ein Buch zur Hand nehmen
- Im Garten bewusster und biologisch düngen – mit mehr Planung, dem gezielten Einsatz natürlicher Dünger und Mikroorganismen und dem Blick auf langfristige Effekte für Boden und Pflanzen
So kannst du 2026 mit mir zusammenarbeiten
Da mein Beitrag natürlich wieder viel länger geworden ist, als ich mir vorgenommen hatte, gibt es jetzt hier einfach die Stichpunkte aus dem letzten Jahr für euch und bei Fragen einfach Fragen 😉 💞 Ihr erreicht mich jederzeit per Mail unter sten(at)stadtbaeuerin.de oder via WhatsApp. Also los gehts:
- Kommt zu meinen Kursen und Events
Termine findet ihr hier - Werdet mein:e Gastgeber:in bei Edelschmaus oder Pampered Chef®
- Werdet Testhaushalt für den HYLA oder bucht euch eine Präsentation
- Kommt in mein Team
Meine 7 Ziele für 2026
- Natur- und Waldpädagogin
Im Januar starte ich in meine dritte Ausbildung 👩🏼💻 – ein Schritt, auf den ich mich sehr freue und der sich richtig gut anfühlt - Bienen 3.0
Ich möchte noch einmal neu starten und mit einem neuen Schwarm in ein weiteres Bienenjahr gehen 🐝 - Mammutmarsch
Im Juni macht sich wieder eine Herde Mammuts auf den Weg. Zum ersten Mal durch Dresden und ich werde dabei sein 🦣 👣 - Langsamer werden, ohne mich zu rechtfertigen
Diesen Satz habe ich vor Kurzem auf Instagram gelesen. Er erinnerte mich an einen Satz von Dorothea Heidorn, Ausbilderin bei meiner ersten Ausbildung: „Höre auf, dich zu rechtfertigen, denn dein Recht ist fertig.“ Ein Gedanke, den ich 2026 ganz bewusst mitnehmen möchte. - Meinen Schreibtisch frei und nutzbar halten
Das ganze Jahr über – als Ort zum Arbeiten, Denken und Schreiben, nicht als Ablagefläche. - Fokussierter arbeiten, weniger Multitasking
Für mehr Ruhe im Alltag und mehr bewusste Zeit mit dem Zwergenkind - Schulstart mit Ruhe und Vertrauen
Ich möchte dem Zwergenkind den Übergang in die Schulzeit so schön wie möglich machen, ihn bewusst begleiten und einfach da sein 💕 - Mein Motto für 2026:
Liebe – Gelassenheit – Wunder


8 Kommentare
Julia Geyer
Danke für diesen schönen Jahresrückblick. Besonders berührt hat mich, wie du nicht nur die sichtbaren Erfolge, sondern auch die leisen Prozesse im Garten, mit den Tieren und in dir selbst beschreibst. Genau dieses bewusste Innehalten, das Würdigen von Wachstum, das Zeit braucht, macht deinen Rückblick so wertvoll. Danke fürs Teilen und fürs Mut-Machen, auch das Unperfekte als Teil des Jahres anzunehmen. Liebe Grüße Julia
Franziska
Danke Julia für deine lieben Worte 🫶🏻
Johanna Fleischmann
Liebe Franziska, was für ein toller Jahresrückblick!
Ich liebe auch zu gärtnern, 2025 im 5. Jahr. Mein bestes Ergebnis vor einigen Jahren: 6 Monate ausschließliche Gemüseversorgung aus meinem Garten. Allerdings gibt es jedes Jahr auch irgendwelche Fails. Dieses Jahr haben mir die Rehe wieder die Stangenbohnen entlaubt und die Bunten Randen gefressen. Dann sind noch die Rinder vom Nachbarn zweimal durch mein Beet gelaufen. Und weil ich zu wenig Zeit zum Gießen hatte, war die Kartoffelernte sehr kläglich. Aber trotzdem freue ich mich immer total im Garten zu werkeln und über jedes Gemüse, was ich ernten kann. Noch habe ich Möhren, Pastinaken, Kartoffeln und Lauch im Garten. Und die letzten Tomaten reifen noch in der Küche nach.
Dass dein Bienenvolk gestorben ist, ist natürlich sehr traurig. Ich wünsche dir, dass du dein nächstes Volk ausreichend schützen kannst.
Mit dem Mammutmarsch klingt spannend. Ab wie vielen Kilometern nennt sich denn eine Wanderung Mammutmarsch? Für mich wären 30km zwar auch schon eine lange Strecke, aber da würde ich noch an Wanderung denken und nicht schon an Mammutmarsch. Trotzdem ist das natürlich eine tolle Leistung!
Ich glaube, bei deinen Zahlen, was die Gartenarbeit und die Menge des Mehls angeht, kann ich mithalten.
Vielen Dank für den Einblick in dein Jahr!
Ich wünsche dir ein tolles neues Jahr 2026.
Viele Grüße Johanna
Franziska
Liebe Johanna,
oh das klingt nach einem GartenJahr mit Hindernissen 🫣 Das Problem mit dem Gießen hatte ich auch lange, deswegen haben wir inzwischen eine automatische Bewässerung im Gemüsegarten 💦 hat auch den Vorteil, dass ich morgens um 4 Uhr gießen kann ohne aufstehen zu müssen 😅
Mammutmarsch sind richtig organisierte Events, die glaube ich 2018 mal mit 100 km anfingen… also 100 km am Stück laufen innerhalb von 24 Stunden 🦣 Inzwischen gibt es verschiedene Distanzen, ich mache immer nur die 30 km, aber du kannst – je nach Ort – auch 30 / 42 / 50 / 55 / 75 oder eben 100 km laufen. Früher hieß das bei den 30 km auch noch Little Mammut 😉
Cool, dass du bei den Zahlen in Sachen Garten & Mehl mithalten kannst, ich kenne kaum jemand, der das kann 🤩
Liebe Grüße und herzlichen Dank für deinen ausführlichen Kommentar,
Franziska
Miriam
Liebe Franziska,
was für ein schöner Jahresrückblick! Die Idee mit den Quadrat Garten werde ich mal meinem mann vorschlagen. Wir haben dieses Jahr eine Pause gemacht, weil die Ernte 2024 sprichwörtlich ins Wasser fiel – nicht wissend was uns privat 2025 noch erwarten würde.
Ich wünsche dir viel Erfolg mit deine Bienen.
Viele Grüße
Miriam
Franziska
Liebe Miriam,
Gärtnern im Quadrat ist wirklich toll, am Anfang eine Umstellung, aber es macht riesig Spaß und auf Tanjas Seite findest du viele nützliche Infos. Man kann sie auch jeder Zeit anschreiben bei Fragen. Viel Erfolg!
Liebe Grüße,
Franziska
Paula Marie Berdrow
Liebe, Gelassenheit und Wunder finde ich eine tolle Kombi! Und ich bin sehr beeindruckt über die 30km wandern. Ich glaube, bei einer Wanderung bin ich mal knapp über 20 gegangen (was noch dazu lange her ist), aber 30? Das ist ganz schön viel!
Und was ich auch sehr nachvollziehen kann: die Faszination für verlassene Orte! Ich habe als Kind mal ein altes Gartenhaus entdeckt und kann mich noch an das aufregende, kribbelige Gefühl erinnern, mich darin umzusehen 🙂
Ein schönes und gesundes neues Jahr!
Paula
Franziska
Lieben Dank für deinen Kommentar, das mit dem aufregenden, kribbeligen Gefühl ist genau das was ich meine, schön, dass mein Beitrag bei dir eine Erinnerung geweckt hat.