Allgemein

Glas ist nicht gleich Glas

Immer wieder werde ich gefragt “Was hast du denn da für ein Glas?” oder “Warum nimmst du denn dieses Glas für …?”. Das brachte mich auf die Idee, euch einmal unsere Gläser und ihre verschiedenen Zwecke vorzustellen.

Das wir für unterschiedliche Zwecke verschiedene Gläser nutzen, ist im Laufe der letzten Jahre gewachsen. Wir haben für uns einfach festgestellt, dass wir mit nur einem Glastyp nicht 100% glücklich sind. Anfangs war es nämlich mal unser Anspruch alles mit einer Sorte zu machen. Das ging nicht lange gut 😅 Daher werde ich euch in diesem Beitrag auch jeweils etwas über das Glas erzählen, wofür wir es nutzen und warum.

Damit keine Missverständnisse aufkommen: Dieser Beitrag berichtet lediglich über unsere persönlichen Erfahrungen. Er erhebt weder den Anspruch auf Vollständigkeit noch ist irgendetwas davon wissenschaftlich belegt. Ihr werdet teilweise Markennamen finden, ich erhalte jedoch keinerlei Vergütung von den jeweiligen Firmen, noch handele ich in deren Auftrag. Alle Gläser hier im Haushalt haben wir selbst gekauft #werbungdurchmarkennennung

WECK® Gläser

Schon seit meiner Kindheit kenne ich WECK® Gläser. Meine Uroma hat bereits darin eingeweckt, ich bin also quasi damit groß geworden. Da ich die Gläser einfach wunderschön finde, dauerte es gar nicht lange bis auch bei mir die Ersten einzogen. Was ich dabei nicht Bedacht habe? Einfüllen, zuschrauben, fertig – klappt da nicht.

Heute haben wir das Original WECK® Einkochbuch sowie einen Einkochautomaten und nutzen die Gläser auch zum Einwecken. Das Wort “einwecken” wurde übrigens schon 1934 in den Duden aufgenommen, aber das nur am Rande.

Vorteile: die Glasdeckel können immer wieder verwendet werden und nehmen keinen Geschmack an, große Öffnung zum Einfüllen, leicht zu Öffnen, inzwischen auch ein sehr vielfältiges Sortiment

Nachteile: man muss die Gläser einkochen, zum Einkochen braucht man immer vier Komponenten (Glas, Deckel, Gummi, Klammern), schließt nach dem Öffnen nicht wieder luftdicht (es gibt allerdings inzwischen Frischhalte-Deckel aus Kunststoff)

Verwendung bei uns: Einkochen von Kompott und Essiggurken, Kuchen im Glas, mein Sauerteig “wohnt” in einem, selbstgemachte Backmischungen fülle ich gern darin ab als Geschenk, unsere Müslibar besteht aus WECK® Gläsern (hier mit Frischedeckel), in zwei großen Gläsern im TK sammeln wir Gemüseschalen für Gemüsebrühe

Schraubgläser Twist-Off-Gläser

Als Alternative zu den WECK® Gläsern kaufte ich mir als nächstes “normale” Marmeladengläser. Also Schraubgläser, wie wir sie alle kennen.

Doch halt – zwischen Schraubgläsern und Twist-Off-Gläsern gibt es tatsächlich einen Unterschied 😃 Der ist so mini klein, dass er kaum jemandem auffällt. Der Unterschied befindet sich im Gewinde. Ein Schraubglas, z. B. ein Honigglas, hat ein durchgehendes Gewinde am Glasrand und man muss den Deckel wirklich aufschrauben. Anders ist es beim Twist-Off-Glas, hier ist das Gewinde nicht durchgehend und am Deckel befinden sich so kleine Vorsprünge, welche den Deckel praktisch festklemmen. Achte mal drauf, wenn du das nächste Mal ein Glas in der Hand hast.

Vorteile: der Deckel wird einfach aufs Glas geschraubt, Gläser sind recht preisgünstig, in unendlich vielen Größen und Formen erhältlich, heiß abfüllen möglich – bitte informiere dich vorher gründlich!!!

Nachteile: der Deckel ist nach dem Gebrauch oft Müll (weil er Geschmack angenommen hat), gern sind bedenkliche Stoffe wie Weichmacher in den Deckeln

Verwendung bei uns: Fruchtaufstriche & Gelees, Apfelmus, Kräuterbutter (z. B. die Kapuzinerkressebutter), welche wir dann Einfrieren, unsere Einzelgewürze und getrocknete Kräuter lagern darin#

Ball Mason Jars

Nun wollten wir gern auch Fleischbrühe, Bolognese, Gulasch und Co einkochen. Rein grundsätzlich ist dies auch in WECK® Gläsern möglich, jedoch hatten wir Bedenken bzgl. der Haltbarkeit – Stichwort: Botulismus. Es musste also eine andere “bessere” Lösung her.

Aus zahlreichen YouTube Videos kannte mein Mann bereits das Haltbarmachen von Lebensmitteln im Ball Mason Jar, sodass wir uns entschieden eine weitere Glassorte aufzunehmen.

Vorteile: die Deckel schließen beim Einkochen zu 100 % – wir hatten noch nicht ein Glas, welches nicht richtig dicht war, dank Einkochen im Drucktopf für uns sicherer als im WECK® Glas oder Twist-Off

Nachteile: die Gläser und das Zubehör sind in Deutschland schlecht zu bekommen und entsprechend teuer, wir bekommen oftmals die Deckel nicht auf, ohne sie zu beschädigen – Müll, die Ringe um den Deckel sind leider aus keinem wirklich tollen Material, sodass wir sie aufgrund von Rost nach einigen Wieder-Verwendungen austauschen

Verwendung bei uns: alles Herzhafte, was man besser mit Druck einkocht, z. B. Fleischbrühe, Gulasch, Bolognese

Quattro Stagioni

Im Jahr 2020 habe ich in einem dänischen Supermarkt diese Gläser entdeckt und fand sie einfach unglaublich hübsch – typisch Frau eben 🙈 Da wir auf einem kleinen Bauernhof wohnten, wo es frische unverarbeitet Milch gab, wollte ich mir welche mit nach Hause nehmen. Nur hatte ich kein Gefäß dabei, was wirklich dicht war – hurra Grund gefunden, so ein Glas zu kaufen 😅

Zuhause stand es dann erstmal im Keller rum. Bis wir zu meiner Freude (nicht!) mal wieder Lebensmittelmotten hatten. Irgendwie schafften es diese Mistvieher durch unsere angeblich sicheren Vorratsbehälter aus Kunststoff. Das ging mir auf die Nerven und dann wollte ich ja auch eigentlich diese Kunststoffboxen los werden #plasikfrei

Also suchte ich nach einer Alternative. Die Bügelgläser vom Möbelschweden finde ich zwar schön, aber zum Einen sind sie super schwer zu bekommen und zum Anderen schlecht zu reinigen. Also habe ich Google bemüht und nun kannst du dir sicher schon denken, auf welche Gläser ich gestoßen bin 🙃

Schnell stand fest, dass unsere Vorräte ab sofort in Quattro Stagioni gelagert werden und so zog eine weitere Glassorte bei uns ein.

Vorteile: große Öffnung, dadurch leicht zu befüllen

Nachteile: Deckel dürfen nicht in die Spülmaschine

Verwendung bei uns: als Vorratsglas für alle trockenen Zutaten mit Ausnahme der Einzelgewürze

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