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ÖkoPädagogik | Find ich cool, muss ich euch erzählen

Zumindest in Berlin sind die Sommerferien bald vorbei… beim Lesen der SCHROT&KORN 07 | 2015 entdeckte ich neulich den Artikel “Hühner in der Schule”. Da ich das, was ich las total super fand, muss ich euch davon berichten und zum Ferienende passt das doch auch irgendwie, oder? Egal, mir gefällt es, also erzähl ich euch davon und fertig 🙂 Wenn es euch interessiert und ihr wissen wollt, warum ich so begeistert bin, dann schaut mal

Der Artikel beginnt mit den Worten: “Immer weniger Kinder wissen, woher unser Essen kommt. Trotzdem spielt das Thema Landwirtschaft im Lehrplan kaum eine Rolle” – ich frage mich ja ehrlich gesagt, ob das Thema überhaupt eine Rolle im Lehrplan spielt. Aber gut, anderes Thema. In dem Artikel geht es jedenfalls um Hühner, die in der Grundschule in Oberpfaffenhofen leben. Sie sollen das Thema Tierhaltung in den Unterricht bringen. Warum ich das so toll finde? Na ja, ich war zwar viel bei meinen Großeltern aufm Land, aber die hatten halt keine Tiere und irgendwie haben auch meine Eltern mir das mit den Tieren nicht näher gebracht. Deshalb hatte ich halt lange auch Angst vor Tieren und hab nen Bogen um sie gemacht. Das hat sich in den letzten Jahren geändert und darüber bin ich auch echt froh, aber ich finde halt auch, dass es mehr Sinn macht, das den Kindern von klein auf beizubringen. Das jedenfalls habe ich mir für meine Kinder vorgenommen, auch abseits der Schule. Meiner Meinung nach ist das nämlich Aufgabe der Eltern und nicht der Schule! Irgendwie schweife ich hier ab, ich wollte euch doch vom Artikel erzählen…

Die Schüler schreiben jedenfalls ihre Erlebnisse in ein Hühner-Tagebuch und lernen Zusammenhänge kennen, wie z. B. das man den Hühnermist als Dünger für die Pflanzen verwenden kann und diese dadurch besser wachsen.  Gekümmert wird sich reihum, sodass alle Klassen etwas lernen können. Das Schulhuhnprojekt wurde von der Bayrischen Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege und Bioland Bayern gestartet und die Seidlhof.Stiftung finanziert die Ställe mit. Die Seidlhof.Stiftung betreibt im Süden Münchens einen kleinen Bio.Betrieb, auf dem Kinder und Jugendliche Öko-Landbau live erleben können – ach wie hätte ich mir das doch damals auch gewünscht. Zum Glück habe ich ja jetzt einen Bauernhof auf den ich jederzeit “flüchten” kann, wenn ich grad mal Landluft und Landleben brauche 🙂 Habt ihr gewusst, dass 239 Bio.Höfe gibt, in denen man das ganze Jahr über bio live erleben kann? Nein, dann schaut doch mal hier nach, welcher Hof bei euch in der Nähe ist, vlt. ist das ja was für euren nächsten Ausflug.

Marco Zehner, der den Bio.Betrieb führt, ist wichtig, dass die Kinder den ganzen Kreislauf mitbekommen, vom Pflanzen bis zum Ernten. Er sagt, dass das am Besten mit Kartoffeln geht. Jedenfalls ist er ziemlich ausgebucht, weil immer mehr Eltern, Kindergärtnerinnen und Lehrer den Kindern vermitteln wollen, wo das tägliche Essen herkommt und wie viel Arbeit damit verbunden ist. Ich finde es nach wie vor traurig, dass das nicht mehr daheim passiert, finde es aber super, dass es solche Projekt gibt! Meiner Meinung nach sollten mehr Schulen und Kindergärten das Angebot nutzen und die Eltern mehr Zeit mit ihren Kindern auf dem Land verbringen.

Am Ende des Artikels wurde u. a. auf zwei Bücher aufmerksam gemacht “Wie Kinder heute wachsen: Natur als Entwicklungsraum” und ” Mehr Matsch! Kinder brauchen Natur” ich glaube die werde ich mir beide mal besorgen… den kompletten Artikel gibt´s zum Nachlesen im Internet auf der Seite von SCHROT&KORN

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