Stadtbæuerin

Abenteuer Stadtwirtschaft

Erste Jungpflanzenlieferung und sooooo viel Arbeit

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Hallo ihr Lieben,

in der vergangenen Woche war ich wieder ganz fleißig am Werkeln im bauerngarten. Und ja jetzt kann ich wieder sagen, dass wir eine Parzelle haben… den diese glich nach einiger Zeit der Nichtbearbeitung eher einer Wildnis – total peinlich… aber manchmal haben halt andere Dinge Prio. Seid ihr neugierig, was sich alles getan hat? Na dann mal rein in unsere Parzelle und nachgeschaut 😉

Angefangen hat alles damit, dass mir am Morgen der Jungpflanzenlieferung einfiel, dass ich ja noch einige Pflanzenschildchen brauche. Zum Glück waren die meisten schon vorbereitet, sodass ich sie nur noch vollenden musste. Meine Schildchen sind in diesem Jahr mit Brandmalerei, damit nix verwischt usw. Wie ich das gemacht habe, erfahrt ihr in einem extra Beitrag 🙂

Als die Schildchen fertig waren, habe ich alles zusammen gepackt, was mit in den Garten musste: selbstgezogene Einlegegurke, Gartenkiste, diverse Stäbe, Gurkentürme, Decke, Wasserflasche, Kaffee – ganz wichtig – dies & das. Dann ging es auch schon los. Im Garten angekommen, habe ich erst einmal nur meine Gartenkiste und solchen Kleinkram mitgenommen, da die Beete ja erst einmal vorbereitet werden mussten. Ihr müsst wissen, dass ich immer, wenn ich im Garten ankomme erst eine Runde durch die Parzelle drehe um zu schauen was während meiner Abwesenheit passiert ist. Oft ist dabei auch ein Plausch mit den Nachbarn dabei. In diesem Jahr haben wir richtig tolle Nachbarn und ich freue mich schon immer, wenn ich sie treffe und wir eine Runde über Freund & Leid des bauerngärtners reden können. Unsere direkte Nachbarin, hatte schon gesehen, dass unsere Parzelle zur Wildnis wird und überlegt, ob sie bissle helfen soll. So etwas find ich einfach nur großartig. Ja auch das macht den bauerngarten aus. Auf meinem Rundgang habe ich entdeckt, dass unsere Stangen- und Buschbohnen schon aus der Erde sehen. Das Mangold wächst prächtig. Leider haben es drei Kohlköpfe gar nicht geschafft und einem fehlt die Mitte 😥 Dafür sehen Kartoffeln, Mais, Salate und Co richtig gut aus. Aber schaut doch einfach mal selbst 🙂

Nach der Runde stand auch erstmal unser Workshop zum Thema Fruchtgemüse im Freiland an. Dieses mal haben den Kurs Theresa und Jenny geleitet. Wir standen also bei herrlichstem Sonnenschein an der Demoparzelle und haben zu jedem Beet gelernt, was zu tun ist und zu den Jungpflanzen wie man sie am Besten einpflanzt, wohin und was sonst noch wichtig ist. Dabei habe ich zum Beispiel einen voll einfach Trick gelernt, wie es leichter ist den Rucola zu ernten… bzw. ihn dann nach Hause zu transportieren 😉 Ein Gummiband an die Hand, Rucola festhalten, abschneiden und zwar komplett, sonst wächst er nicht nach, Gummiband um den abgeschnittenen Rucola und dann ab damit ins Wasserbad. Aber das kennt ihr ja schon, dass man Blattgemüse nach dem Ernten erst einmal tauchen muss. Nach gut 1,5 Stunden waren wir in der Kreismitte angekommen und unser Kurs somit beendet.

Da von Anna, welche zusätzliche Jungpflanzen lieferte, noch nichts zu sehen war, habe ich mir erst einmal meine bauerngarten Jungpflanzen zusammen gesucht. Das war dieses Mal eine ganze Menge: 2 Kürbispflanzen, 8 Basilikum, 2 Zucchini, 2 Tomaten, 2 Gurken, je 4 Salat Batavia in grün und rot, 2 Paprika – da machen wir dieses Jahr einen Sortentest, ich habe mich für Sweet Banana und Eiszapfen entschieden. Zusammen gesammelt habe ich das Ganze in einer kleinen Holzkiste. Waren ja immerhin 24 Pflanzen oder habe ich mich jetzt verrechnet *grübel* Was ich besonders toll find, ist übrigens, dass es seit diesem Jahr einen zentralen Jungpflanzenplatz mit Bewässerung gibt.

Immer noch keine Anna, also habe ich mir die Hacke geschnappt und los gelegt. Während ich da so am Hacken war, kam Jenny vorbei gedüst… ja sie war wirklich sehr schnell unterwegs… bremste aber kurz, als sie mein Parzellenschild sah und meinte, dass sie sich den Blog angesehen hat und das gut findet und es für Max auch immer nett ist, weil er so sehen kann was los ist. Und dann wollte sie noch wissen, ob ich auch die Mangoldfreunde kenne, die ebenfalls über den bauerngarten berichten. Klar kenne ich die 😉 Schaut mal vorbei, wenn ihr noch mehr über den bauerngarten und einen anderen Standort erfahren wollt. Ach es tat gut mal so direktes Feedback zu bekommen 🙂

Und während ich da noch so am Hacken und mich freuen war, sah ich auch schon den blauen LKW von Anna kommen. Also wartete ich noch einen Moment und bin dann mal gucken gegangen. Anna und ihr Kollege hatten zwei Reihen aufgebaut: links die frei zur Verfügung stehenden Pflanzen und rechts die vorbestellten. Da die Schlange bei den vorbestellten lang war, habe ich mir erstmal die anderen angeschaut… und ja ich bin angeeckt: 2 Töpfe Kamille – falls die gesäte nicht aufgeht – und einige Zehen Knoblauch. Da Knoblauch 1,5-jährig ist, hat Anna den vorgezogen und ich bin neugierig was passiert, wenn man den dann ins Beet setzt, also musste welcher gekauft werden 😀 Nachdem diese Pflanzen also auch Richtung Parzelle gewandert waren, habe ich mich angestellt für die vorbestellten Pflanzen, den da warteten noch eine Chili, zwei Physalis und eine Einlegegurke auf mich. Nach einer Stunde warten – ja das war dann schon bissel doof – war ich an der Reihe und hatte auch diese Pflanzen.

Zurück zur Parzelle ging das Beete vorbereiten, hacken und pflanzen los… nun sehen auch die letzten leeren Beete nach Gemüsegarten aus 🙂 Aber schaut mal selber…

Nach 6,5 Stunden im bauerngarten sah unsere Parzelle dann schon wieder etwas mehr nach Parzelle aus und nicht mehr nach Wildnis… ihr glaubt gar nicht wie froh ich da war!

Belohnt wurde ich für die viele Arbeit dann mit einem wunderschönen Sonnenuntergang… damit will ich meinen Beitrag für heute auch beenden… ist schon wieder viel zu lang geworden, aber der Tag war eben auch lang 😉

 

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