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Eva und die Apfelfrauen

Heute – zum Wochenende – habe ich ausnahmsweise einmal etwas Besonderes für euch… einen Büchertipp und zwar kein Nachschlagewerk, sondern ein Buch zum Lesen 😉 Als ich Ende Februar auf den Braunsberger Höfen Urlaub gemacht habe, begann ich dieses Buch zu lesen – passend zum Urlaub 😉 Da ich mich an vielen Stellen wieder gefunden habe, muss ich euch einfach davon berichten! Der Trailer zum Buch endet mit den Worten “Ein Geschichte um Freundschaft und einen Sommer auf dem Lande, der alles verändert.” 
Ziemlich am Anfang des Buches fragt Eva ihre Freundin Nele “Weißt du eigentlich, wann Äpfel reif sind?” Und Nele antwortete nachdenklich “Keine Ahnung. Im Discounter gibt´s das ganze Jahr über Äpfel… aber das kann nicht stimmen, oder?” Leider wissen dies heut viele nicht mehr. Die Frage ist aber entscheidend, da die 5 Frauen ein Haus erben, dazu müssen sie aber bis zur Apfelernte des ersten Jahres im Haus leben und den Apfelgarten bewirtschaften. Wie man einige Seiten später erfährt, gibt es in dem Haus einen Herd, welcher mit Holz beheizt wird und solche Ringe zum Rausnehmen hat, wisst ihr was ich meine? Einen solchen Herd hätte ich später auch gern in meiner Küche… da werden gleich Kindheitserinnerungen wahr 🙂

In der Stadt lebt man zu seiner Unterhaltung, auf dem Land zur Unterhaltung der anderen. (Oscar Wilde)

Welche Entscheidung die fünf Frauen treffen, könnt ihr euch sicher vorstellen… sonst wäre das Buch ja schon nach den ersten Kapiteln zu Ende 😉 Angekommen auf dem Land, möchte Nele unbedingt am ersten Tag das Dorf erkunden. Julika spricht mir aus der Seele als sie ihr antwortet: “Wir bleiben bis Oktober. Du wirst das Dorf schon noch kennenlernen. Weißt du, wie du mir vorkommst? Wie eine gestresste Großstädterin die ihren kurzen Jahresurlaub von morgens bis abends ausfüllen will. Unfähig, einfach mal die Seele baumeln zu lassen…” Ich muss gestehen, dass ich mich im Urlaub oft auch dabei erwische… ganz anders ist das jedoch, wenn ich auf dem Land bin, wie ihr ja meinem Beitrag “Der Traum vom Landleben” entnehmen konntet.

Eva ist mir ja von Anfang an sehr sympathisch, aber noch sympathischer wird sie mir, als sie barfuß die Terrasse betritt und erst einmal ein Runde durch den Garten geht. Abgesehen davon, dass es sehr gesund ist, finde ich schon allein die Vorstellung traumhaft. BTW: Ich hab das als kleines Mädchen bei meiner Oma im Garten auch mit Vorliebe gemacht und würde es sofort wieder tun, wenn ich einen Garten hätte…

Während die anderen Vier einen Ausflug durchs Dorf machen, greift Eva zu Gartenschere und macht sich an die Arbeit. “Vor ihrem inneren Auge sah sie die Beete bereits vom Unkraut befreit, die alten Triebe heruntergeschnitten, die Sträucher gestutzt. Bald würden sie sich in ein blühendes Paradies verwandeln, ein sommerliches Blumenmeer würden Quelle unzähliger wildromantischer Sträuße sein, mit denen sie in den nächsten Monaten das Haus schmücken konnte” – merkt ihr was? Das könnte auch ich sein. Und in meinen Träumen sieht meine Zukunft auch so aus!

Eva “hatte, obwohl sie aus der Stadt kam, Sinn für die Natur. Nicht, dass sie viel Ahnung hatte, aber es lag so etwas wie Andacht in ihrem Blick, wenn sie von Tieren und Pflanzen sprach, wenn sie im Garten werkelte oder die Blumen goss, wie sie es an den warmen Abenden immer tat…Respekt vor der Macht der Jahreszeiten, vor Erde und Sonne und Regen. Das war es, was seiner Meinung nach einen guten Landwirt ausmachte –  und eine Frau, die auf dem Land glücklich sein konnte.” Auch ich komme aus der Stadt, aber glücklich bin ich eher auf dem Land… und mir geht es wie Eva, den “wenn es irgendetwas gab, das sie von dem Gefühl ablenken konnte, gescheitert zu sein, dann war es Erde zwischen den Fingern”. Erde zwischen den Fingern zu haben, holt mich im wahrsten Sinne des Wortes zurück auf die Erde, lenkt mich von doofen Gefühlen ab und hebt meine Laune 🙂

 Als Eva gegen Ende des Buches gefragt wird, warum sie nicht zurück in die Stadt möchte, antwortet sie: “weil ich mich hier wohler fühle als in der Stadt…”, dennoch verbietet sich Eva “über eine Lösung zu grübeln, die es ihr ermöglichen würde, in Wannsee” – in der Mark – “zu bleiben.” Und auch an dieser Stelle kann ich mich super mit Eva identifizieren…

Ich glaube nun habe ich euch schon so viel aus diesem wirklich tollen Buch verraten, dass ich besser aufhöre… wenn ihr also wissen wollt, was aus Eva und den Apfelfrauen wird, dann schnell nach Feierabend in den nächsten Buchladen und gleich am Wochenende anfangen zu lesen…

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